2. Rang für das Projekt «Assemble»
Im August 2025 durfte Circular Hub gemeinsam mit Meier Leder Architekten das Konzept für zirkuläres Bauen im Rahmen des Architekturwettbewerbs «Erweiterung der Schulanlage Kappelerhof» in Baden entwickeln. Das Projekt setzte sich gegen rund 40 Eingaben durch und erreichte den 2. Rang.
Um eine nachhaltige und zukunftsorientierte Lösung zu finden, lancierte die Stadt Baden im März 2025 einen Architekturwettbewerb im offenen Verfahren. Die Wettbewerbsziele verlangten innovative und ökologisch nachhaltige Lösungsansätze, welche Klima und Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, klimagerechtes Bauen, Biodiversität sowie Sozialverträglichkeit in einem ganzheitlichen Schulareal vereinen. Ziel war es, die Anlage städtebaulich, architektonisch und freiräumlich sinnvoll weiterzuentwickeln, sodass eine flexibele und zukunftsorientierte Gesamtanlage entsteht.
Das Projekt «Assemble» von Meier Leder Architekten verfolgt einen ganzheitlich nachhaltigen Ansatz mit der Wiederverwendung von Materialien, dem Erhalt und der Ergänzung der bestehenden Vegetation sowie der Förderung der Biodiversität. Die kompakte Bauform, der Verzicht auf ein Untergeschoss und der respektvolle Umgang mit dem Bestand stärken die ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit, auch wenn der Erweiterungsvorschlag kritisch beurteilt wurde.
Circular Hub unterstützte das Projekt mit aktiver Mitwirkung im Projektteam mit dem Aufgabe das Konzzept des Zirkuläres Bauens , die die architekten in ihree planung intergriet habenfür dem Architekturwettbewerb. Wir haben die zentralen Zielsetzungen zur Reduktion des Ressourcen- und Materialverbrauchs sowie zur Sicherstellung der künftigen Rückbaubarkeit (Design for Disassembly) betrachtet und daraus konkrete Zirkularitätsmassnahmen für die Planung konzipiert.
Konkret umfasst dies die Analyse von Zirkularitäts-Designstrategien mit Priorisierung der zum Projekt passenden Massnahmen. Im Neubau haben wir Massnahmen zur Reduktion des Einsatzes von Primärrohstoffen und der grauen Energie vorgesehen, wie z. B. den Einsatz von hochfertigen Holzbaukonstruktionen, Low-Tech-Lösungen in der Gebäudetechnik oder den Einsatz rückbaubarer Konstruktionen u. a. In Bezug auf den Umgang mit bestehenden Gebäuden zum Abbruch wurden Massnahmen wie die direkte Wiederverwendung von Bauteilen oder Bauelementen vor Ort sowie der Verkauf nicht benötigter Materialien über Bauteilbörsen berücksichtigt. Anschliessend wurden für die Gestaltung eines nachhaltigen, sozialen, partizipativen und regenerativen Aussenraums Massnahmen wie kreative Möblierung aus Re-Use- und Upcycling-Komponenten, die Förderung der Biodiversität sowie die Schwammstadtprinzipien analysiert.
Besonders wertvoll war die enge Zusammenarbeit im Planungsteam, in dem architektonische Qualität und Zirkularität frühzeitig zusammen gedacht und konkrete Re-Use- und Zirkularitätsmassnahmen gemeinsam entwickelt wurden.
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