Wie wird die Wiederverwendung von Baumaterialien zum Mainstream?

Ein kürzlich veröffentlichtes Paper von der EPFL, Cirkla und der ETH Zürich geht genau dieser Frage nach. Basierend auf zwei Workshops mit Architekt:innen, Ingenieur:innen, der Bauherrschaft, Rückbauunternehmen, der öffentlichen Hand und Forscher:innen haben die Autor:innen sechs Handlungsbereiche identifiziert:

  • Daten: Für mehr Gewiss- und Vergleichbarkeit braucht die Schweiz einen umfassenden und branchenweiten Ansatz zur Messung der Zirkularität im Bau und ihrer finanziellen Vorteile.
  • Plattformen: Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den bestehenden Materialaustausch-Plattformen würde eine bessere, schweizweite Abstimmung von Angebot und Nachfrage ermöglichen.
  • Anreize: Derzeit sind wiederverwertete Materialien teurer als neue. Steuerliche Rücknahmeanreize oder Subventionen für wiederaufbereitete Produkte könnten den Übergang zum kreislauffähigem Bau unterstützen.
  • Partnerschaften: Alle Akteur:innen müssen an einem Strick ziehen, um die derzeitige lineare Denkweise zu ändern.
  • Standardisierung: Die Industrie braucht Garantien – z.B. vertrauenswürdige Zertifizierungen von wiederverwendeten Materialien und kohärente rechtliche Vorschriften mit einheitlichen Definitionen.
  • Tools für die Wiederverwendung: Digitale Plattformen, die Onlineinventare mit materialspezifischen Informationen bereitstellen, sind entscheidende Beschleuniger in Richtung kreislauffähige Bauwirtschaft.

Wenn Sie selbst ein zirkuläres Projekt in Angriff nehmen möchten, können Sie in unseren Circular Hub Masterclasses ihre Auslegeordnung und Aktionsplan erstellen. 

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